Status Minor - Dialog (Lion Music)

Rating -5 von 6 Punkten

11. September 2009 _ Nach zwei hochgelobten EPs liefern Status Minor mit Dialog ein verdammt gutes Debut ab. Die Scheibe klingt, wie finnischer Keyboard-Metal der progressiven Art eben klingt und klingen sollte. Zwei Songs haben es mir dabei besonders angetan: Eine gute Ballade ist noch immer Gold wert - das wissen auch die Finnen, und bringen mit Masquerade ein sechsminütiges Emotionsmonster an den Start, an dem es einfach nichts auszusetzen gibt, und spätestens bei Fade Away zeigt Sänger Markku Kuikka, dass er seine Stimme sehr variabel einsetzen kann._Der Titeltrack Dialog, mit Abstand das längste Stück der Scheibe, ist genau das, was sein Name sagt - und trotzdem anders als man es erwartet. Kleiner Tipp: genau hinhören._Der rote Faden des Albums ist eine verflossene Liebschaft, der hier auf hohem Niveau ein leidendes, bittendes Denkmal gesetzt wird. Wem das nicht auf Dauer ein bisschen auf die Nerven geht, der hat hier ein empfehlenswertes Werk, das schon gespannt auf Weiteres warten lässt._apae 3 von 6 Punkten

Nachdem in den letzten Jahren das gleiche Album immer wieder aufgenommen wurde, hat sich nun auch Status Minor daran gemacht, ihre soziale Unfähigkeit in Verse zu fassen. Verlassen, verhöhnt, und verraten verfluchen sie ihr Leben, den Erdkreis und die Liebe im Speziellen. Seit Walther von der Vogelweide ist diese Thematik leider durch, obwohl die Tragik des 21. Jahrhunderts die der Minne wohl bei Weitem übertrifft. Das ist meine Meinung, obwohl ich befürchte, bald von einer axtschwingenden Subkultur verfolgt zu werden. _Insgesamt ein frisches Metal-Album, das musikalisch mit einiger Sakralraffinesse aufwartet. Lyrisch ist es dann wohl doch eher das Genre, dem ich nur minderen Status einräume. Und vielleicht finden ja auch diese armen Kerle eines Tages noch jemanden, der sie nach ihrem Monolog einfach mal in den Arm nimmt. _Dialog?_hols